Einführung


Über die Geschichte der Berliner Secession sowie deren ordentliche Mitglieder ist in der Literatur bereits Vieles geschrieben worden. Weitgehend unbekannt ist jedoch, dass die meist in Berlin ansässigen ordentlichen Mitglieder nur etwa die Hälfte der Gesamtmitglieder stellten. Die andere Hälfte setzte sich aus Künstlern zusammen, welche aus anderen Teilen Deutschlands oder dem Ausland stammten. Diese wurden als "Außerordentliche Mitglieder" in die Berliner Secession aufgenommen; genauer gesagt, wurden nur ausgewählte, herausragende Künstler zu "Außerordentlichen Mitgliedern" berufen.

Hierunter finden sich die um die Jahrhundertwende des 19. Jh führenden Künstler aus anderen deutschen Kunststätten, aber auch international bekannte Künstler wie Edgar Degas, Claude Monet, Camille Pissarro, Paul Signac, Felix Valloton, Edvard Munch oder Ferdinand Hodler.


Neben einem Überblick über die Kunstlandschaft in Deutschland um 1900 widmet sich diese Homepage der bisher nur unzureichend dokumentierten Rolle der "Außerordentlichen, correspondierenden Mitglieder" der Berliner Secession. Aufgrund einer Doppelmitgliedschaft der auswärtigen "Außerordentlichen Mitglieder" in der Berliner Secession sowie in deren Heimat-Künstlervereinigungen wurde ein Netzwerk gebildet. Diese forcierte Vernetzung ist ein kaum gewürdigter Aspekt der Aktivitäten der Berliner Secession und ist in ihrer Bedeutung für das deutsche und internationale Kunstschaffen bisher nicht ausreichend zur Kenntnis genommen worden.


Süddeutschland war mit einem überproportional hohem Anteil an "Außerordentlichen Mitgliedern" in der Berliner Secession vertreten. Unter diesen süddeutschen Künstlern befanden sich auffallend viele Impressionisten. Daher wird auf dieser Homepage ein besonderes Augenmerk auf die süddeutschen Künstler und deren impressionistische Malweise gelegt.


Werke süddeutscher Impressionisten, von denen eine Vielzahl Mitglieder der Berliner Secession waren, sind derzeit in der Ausstellung "Licht, Luft und Farbe" in der Städtischen Wessenberg-Galerie in Konstanz und ab 2021 in der Gemäldegalerie Dachau zu sehen.

Ergänzend zur Ausstellung ist ein Katalog in Buchform erschienen.


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Redaktion K. Nikolaus